Bericht

Klettersteigwochenende im Montafon

Am 12.09.2025 sind wir früh morgens ins Montafon aufgebrochen. Da die Wettervorhersagen für die besagten Tage eher schlechter wurden, ging es auf direktem Weg nach Gaschurn um mit der Bergbahn zur Alpe Nova aufzusteigen.
Bei zähem Nebel wanderten wir einsam zum Einstieg des Madrisella-Klettersteiges. Bei leicht feuchtem Gestein war der Klettersteig herausfordernd und wir brauchten etwas länger als ursprünglich geplant. Nichts desto trotz wurde von vier Teilnehmenden der Gipfel erreicht, zwei sind nach zweidrittel des Steigs über den Notabstieg wieder zum Ausgangspunkt abgestiegen. Auch dieser Abstieg „steile Rinne“, weglos, war im dichten Nebel sehr anspruchsvoll.

Für die Talfahrt mit der Bahn waren wir dann im „Schweinsgalopp“ auf die letzte Minute wieder vereint und konnten erleichtert mit der letzten Bahn ins Tal, zum Auto und unser Quartier in St. Gallenkirch beziehen.

Am Samstag stand der Hochjoch-Klettersteig als Ganztagestour auf dem Programm. Der anfängliche Nebel hat sich diesmal schnell aufgelöst, so dass wir im Steig Sonne hatten. Mystisch war die Morgenstimmung mit Steinböcken im Nebel. Diese Weggefährten haben uns mehr oder weniger den ganzen Tag begleitet.

Ein wunderschöner Klettersteig mit einer 62 Meter langen Seilhängebrücke. Hier konnte sich die ein oder andere richtig austoben. Auf dem anschließenden Grat kamen wir dem Steinbock bis auf 2 Meter nahe, ein unbeschreibliches Erlebnis.

Den Samstagabend ließen wir gemütlich bei österreichischen Spezialitäten und „meterlangen“ Schnitzeln ausklingen. Leider machte uns das Wetter am Sonntag einen Strich durch die Planung, so dass wir auf direktem Wege zurück nach Hause düsten.

Und so ging das erlebnisreiche Klettersteigwochenende bei durchwachsenem Wetter viel zu schnell zu Ende. Schön war’s, anstrengend war’s, Spaß hat’s gemacht und wir Ferratisten kamen auf unsere Kosten.

Bis auf ein Neues in 2026

Autor: Frank Stähle, Manuela Thiel
Fotos: Frank Stähle